Kampfsportarten-Viet Vu Dao

Kampfsportarten-Viet Vu Dao

Diese vietnamesische Kampfkunst nach heutigem Wissen ca.im Jahr 1800 von Nguyen Le begründet

Begründer: Diese vietnamesische Kampfkunst nach heutigem Wissen ca.im Jahr 1800 von Nguyen Le (vor der Gründung des Viet Vo Dao erhielt er den Namen Le in einem chinesischen Zen-Kloster, und wurde später immer so genannt, sein ursprünglicher Name war Li). Er beschäftigte sich mit seinen zwei Brüdern Nhac und Hue sehr viel mit der Kampfkunst.

Nachdem er lange Zeit die Kampfkünste studiert und auch an Soldaten gelehrt hatte, ging er in ein Zen-Kloster (hier erhielt er den Namen Le), wo ihn geflüchtete shaolinische Mönche ihre Kampfkünste zeigten.

Le war begeistert von der Art, wie sie die Bewegungen von Tieren nachahmen, um sich zu Verteidigen. Er erkannte jedoch auch, dass diese Kunst eher geeignet für kräftige Chinesen war, die schon ihr Leben lang trainieren, nicht aber für Soldaten, die schnell lernen mussten sich effektiv zu verteidigen. Die in seiner Heimat Binh Dinh beliebten Hahnenkämpfe brachten ihn schließlich dazu, eine Kampfkunst zu entwickeln, bei der die Kampfart von Hähnen imitiert wird, zu gründen, das Viet Vu Dao.

Wie schon erwähnt, orientiert sich das Viet Vu Dao an der Art von kämpfenden Hähnen.

Besonders Merkmale:
Die Kampftechniken sind deswegen eher ungewöhnlich, es wird eher wenig mit den Armen angegriffen, sie dienen eher zur Verteidigung (wie die Flügel eines Hahnes), außer man verwendet die „Hahnenkrallen“, welche durch die Finger, die kräftig zupacken können mussten, imitiert werden. Der Rumpf, Kopf und Schultern des Kämpfers sollen den Kopf des Hahnes, der den Angriffen des Gegners schnell ausweicht, darstellen. Die Beine sollen hierbei schnell und flink die Position ändern.

Die Beine üben beim Viet Vu Dao wahrscheinlich die ungewöhnlichsten Techniken auf, die das Viet Vu Dao ausmacht, sie sollen nämlich die Beine und Krallen des Hahnes imitieren, wenn er auf seinen Gegner zuspringt, um ihn mit den Krallen im Gesicht stark zu verletzten, der Kämpfer übte also einen Tritt mit beiden Beinen gleichzeitig in der Luft aus, hierbei wurden die Bein auch oft um den Hals des Gegners geschlungen, um diesen zu Boden zu reißen. Diese Technik galt anfangs als sehr riskant und war in der bisherigen Kampfkunst unbekannt, da der Kämpfer sehr geschickt sein muss, um nicht aus dem Gleichgewicht zu kommen.

Zitate und Anekdoten zum Viet Vu Dao

Wie schon erwähnt, orientiert sich das Viet Vu Dao an der Art von kämpfenden Hähnen, dabei geltende folgende „Regeln“ („Die machtvollen Schläge des Hahnes“):
1. Zwei Hähne begegnen einander und versetzten sich mit den Füßen die ersten Schläge, um zu sehen, wer siegt.
2. Beide Füße fliegen nach vorn, schlagen den Gegner mit den Krallen und durchbohren ihn.
3. Der goldene Speer trifft eine verwundbare Stelle wie Beim weißen Tiger.
4. Das silberne Schwert verteidigt die verwundbaren Stellen wie der grüne Drachen.
5. Die Spitze des vergifteten Pfeils dringt in die Kehle ein – der Schnabel des Hahnes dringt tief ein.
6. Der Hahn wendet seinen Kopf und trifft den Gegner in die Brust.
7. Er läuft weg, fliegt hoch, stürzt zur Erde nieder – erfolgt mit seinen Bewegungen dem Gebot des Himmels.
8. Sanftheit und Härte, Stärke und Schwäche – alles ist in diesem Gedicht über die Nahkampfkunst enthalten.

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